Bürgermeister und Schirmherr Hans Steindl überreicht Vanessa Jurascheck die von ihm gestiftete und von Künstler Jonny bemalte Jubiläumsscheibe.

Burghausen. Mit einem Gedenkgottesdienst in der Kapuzinerkirche St.Anna, einem feierlichen Festzug zum Vereinsheim St.Johann und einem offiziellen und einem gemütlichen Teil haben die Burgschützen am Sonntag ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum gebührend gefeiert. Zahlreiche Vertreter der anderen Burghauser Schützenvereine waren der Einladung gefolgt.
Auf die Geschichte des Schützenwesens und der -vereine ging Pfarrer Max Pinzl ein. Dazu hatte der Ruhestandsgeistliche einige einschlägige Bücher gewälzt. Danach segnete er das neue Fahnenband, das vom Mitglied Roland Clausnitzer gestiftet und von dessen Gattin Blanca an die Fahne gehängt wurde.
Von der Kirche aus machte sich ein imposanter Festzug zum Schützenheim in der Gaststätte St. Johann auf den Weg. Angeführt wurde dieser mit den Georgsbläsern und den Ehrengästen. Nach einem Stehempfang in der reich bebilderten Schießhalle wurden die Gäste ins Gastzimmer gebeten, wo der offizielle Teil samt Abendessen und gemütlichen Teil stattfand.
Schirmherr und 1. Bürgermeister Hans Steindl überbrachte die Glückwünsche der Stadt und berichtete von den zahlreichen Investitionen in Sportanlagen in Burghausen im Allgemeinen und in die fünf Schießanlagen der neun Burghauser Schützenvereine im Besonderen. Dies liege ihm am Herzen, „vor allem, weil die Schützenvereine die Keimzelle einer städtischen Gemeinschaft sind“, erklärte das Stadtoberhaupt.
Persönlich und im Namen des Landkreises überbrachte Landrat Erwin Schneider Glückwünsche. Er bemerkte, dass die Burgschützen mit der Zeit gehen. Dies lasse sich schon anhand der Internetpräsenz erkennen. Die Kombination von Geist (Konzentration), Körper (Fitness) und Waffe machen erst einen guten Schützen aus. Des Weiteren kommen die Mischungen von jung und alt, sowie Sport und Traditionspflege hinzu. „Dies alles sind die Gründe, warum der Schießsport Deutschlandweit zu den vier populärsten Sportarten zählt“, erläuterte der Landrat.
Als eine ehrbare Geste sah 1. Gauschützenmeister Sebastian Kamhuber den Gottesdienst vor den Feierlichkeiten im Schützenheim. „Den Organisatoren von zahlreichen Gauschießen und maßgeblich Beteiligten an der Gründung des Schützengaus Altötting“ dankte er für das große Engagement, welches von den derzeit 64 Mitgliedern erbracht wird. „Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, brauche man Jugendliche, die man dem Wohlstandsstress wie Auto, Disco, Musik, Video und Internet entreißen muss, aber Dank der Werte wie Kameradschaft und Ehrgeiz kann man das auch schaffen“, ist sich der Gauschützenmeister sicher.
Im Anschluss überreichte er eine Ehrenplakette des DSB und des BSSB, einen Fahnennagel des Schützenbezirks Oberbayern und einen Bierhumpen vom Schützengau Altötting. Des Weiteren bekamen 1. Schützenmeister Hans-Peter Stockinger eine Medaille des Schützenbezirks Oberbayern für die Durchführung der Feierlichkeiten und seine Gattin Brigitte ein Gau-Kaffeehaferl überreicht.
Einen Rückblick über die 100-jährige Geschichte der Burgschützen gab Schützenmeister Hans-Peter Stockinger in seiner Ansprache. Von 18 Burghauser Bürgern gegründet, musste der Verein seit seinem Bestehen mehrmals umziehen und fand im jetzigen Schützenheim eine gemütliche Heimstatt. Gemeinsam mit den Eintrachtschützen und Fuchsschützen konnte man im Jahr 1984 mit viel Eigenleistung eine attraktive Sporthalle neben dem Schützenheim in St.Johann errichten.
Danach ernannte er Schirmherrn und 1. Bürgermeister Hans Steindl zum Ehrenmitglied der Burgschützen und überreichte Ehrenmitglied Gerhard Haase für die unermüdlichen Einsatz zum 100-jährigen Gründungsjubiläum, sowie dem 2. Schützenmeister Bernd Juraschek als Leiter des Festausschusses eine Ehrung.
Außerdem wurde die vom Schirmherrn Hans Steindl gestiftete und vom Burghauser Künstler Jonny bemalte imposante Jubiläumsscheibe an den Schützen mit dem besten Teiler der Stadtmeisterschaft übergeben: Dabei hatte die Jungschützin Vanessa Juraschek mit einem hervorragenden 3,5-Teiler das beste Blattl der gesamten Stadtmeisterschaft.
Als Zeichen der Verbundenheit bekamen die Vertreter der anderen Burghauser Schützenvereine Gastgeschenke überreicht, und zwar Schützenscheiben, die ebenfalls von Jonny gemalt worden waren und allesamt Burghauser Burgmotive zeigen. Die Reihenfolge war durch die besten Teiler bei der zuletzt durchgeführten Stadtmeisterschaft festgelegt: Eintrachtschützen, SV Wacker, Lindacher Schützen, Fuchsschützen, Patenverein Klosterschützen Raitenhaslach und die österreichischen Freunde vom Schützenverein St. Pantaleon. – cb

(Quelle: PNP vom 7.10.2009)

Zielbewusst durch 100 Schützenjahre 

Jubiläum der Burgschützen - Zwei Ehrungen und eine Ehrenmitgliedschaft - Gottesdienst, Festzug, Feierabend

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Zu den Fotos!

Die Schützenmeister Hubert Müller (Klosterschützen Raitenhaslach/v.l.), die Vertreter des Schützenvereins St. Pantaleon, Christian Wagner (SV Wacker), Markus Wohlmannstetter (Eintrachtschützen), Konrad Doser (Lindacher Schützen) und Fritz Roy (Fuchsschützen) durften als Gastgeschenke schöne Schützenscheiben entgegen nehmen. Diese waren vom Burghauser Künstler Jonny kunstvoll bemalt worden.

Die Ausgezeichneten mit Landrat Erwin Schneider (v.l.n.r.), 1. Schützenmeister Hans-Peter Stockinger, Schirmherrn und neuen Ehrenmitglied Hans Steindl, Ehrenmitglied Gerhard Haase, 2. Schützenmeister Bernd Juraschek und 1. Gauschützenmeister Sebastian Kamhuber. (Foto: Christian Birke)

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